Entwicklungskinesiologie: Die ontogenetische Entwicklung der Motorik ist genetisch determiniert, erfolgt vollkommen automatisch und ist eine Fortsetzung der intrauterinen Entwicklung. Das Zusammenspiel der Muskeln und die Reifung des Zentralen Nervensystems entwickeln sich in jeder Entwicklungsstufe des Kindes weiter, bauen aufeinander auf. Die Entwicklungskinesiologie ermöglicht das qualitative Entwicklungsniveaus eines Kindes zu erfassen im psycho-biologischen Zusammenhang. Gestörte Entwicklungsabläufe, die nicht nachgeholt, sondern lediglich kompensiert werden, können in allen Arten von Lernstörungen oder Teilleistungsschwächen zum Ausdruck kommen.
Im therapeutischen Kontext kommt die Entwicklungskinesiologie jedoch nicht nur bei Kindern sondern auch bei Erwachsenen zum Einsatz. Bei Erwachsenen kann hierdurch festgestellt werden, aus welcher Phase der Patient Defizite mitbringt, um diese auszubalancieren. Angeborene Kompetenz und Lebenskraft können somit zurückgewonnen werden.