
| Hypnose: |
Hypnose, da ist man doch bewusstlos...
"Ich glaube, ich war gar nicht hypnotisiert, ich hab' ja alles mitbekommen." Diesen Satz höre ich immer wieder nach der ersten Hypnose-Sitzung. Die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen der meisten Menschen offenbar festgesetzt. Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit! Hypnose ist ein Zustand erhöhter Konzentration auf eine einzige Sache. Wie wirkt Hypnose? Bei Einleitung einer Trance, wird die Aufmerksamkeit weg von äußeren Reizen auf ein inneres Erleben gelenkt. Hierbei kommt es in der Regel zunächst zu einer körperlichen Entspannung (d. h. die Atmung wird ruhiger, der Pulsschlag langsamer...). Hypnose ist dabei kein schematisches "Entspannungsprogramm", sondern hat für jeden Menschen eine individuelle Wirkungsweise. Im entspannten Zustand ist es jedem Menschen auf seine eigene Art möglich, den Blick auf sein inneres Erleben zu richten. Je wirklicher der Patient dieses Erleben erfährt, desto mehr rückt die äußere Wirklichkeit in den Hintergrund. Seelische, geistige und emotionale Verarbeitungen, die gestört waren, können in hypnotischer Trance leichter und schneller wieder korrigiert werden. Bei aufdeckenden Hypnotherapie-Verfahren ist es in erster Linie das Phänomen der Hypermnesie (Wiedererinnern), was bewirkt dass verdrängte Ursachen von gegenwärtigen Problemen sichtbar gemacht und therapiert werden können. Um beim Therapeuten zulassen zu können in Trance zu gehen, bedarf es in erster Linie eines sog. "Rapports". Rapport nennt man in der Hypnose das gegenseitige Vertauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand. Mit anderen Worten: Beide müssen die Hypnose wollen, beide müssen sich einig sein über die Ziele der Sitzung. |