Sensorische Integrationstherapie (SI): SI-Therapie

Sensorische Integrationstherapie, maßgeblich entwickelt von der Psychologin und Ergotherapeutin A. Jean Ayres.

Um im Leben handlungsfähig zu sein, bedarf es einer adäquaten Wahrnehmung, Ordnung und Verarbeitung von Sinnesreizen.

Zum Einsatz kommt die SI-Therapie bei allen Erkrankungen, bei denen Körperwahrnehmungsstörungen auftreten, vor allem bei Kindern, mittlerweile aber auch bei Erwachsenen (z. B. Schizophrenie).

Die SI-Therapie ist "eine Behandlung, welche die Stimulation von Sinnesorganen und die Auslösung von Anpassungsreaktionen entsprechend den neurologischen Bedürfnissen des betroffenen Kindes vermittelt. Diese Therapie umfasst gewöhnlich Ganzkörper-Bewegungen, die eine Stimulation des Gleichgewichtssinnes (vestibuläres System), der Eigenwahrnehmung (propriozeptives System1) und des Tastsinns (taktiles System) umfasst. Diese Therapie enthält gewöhnlich keine Aktivitäten, die an einem Schreibtisch durchgeführt werden, wie Sprachtraining, Leseunterricht oder Übung bestimmter geistiger oder motorischer Fertigkeiten. Das Ziel der Therapie ist die Verbesserung des Ablaufes der Hirnverarbeitungsprozesse und der sinnvollen Ordnung von Empfindungen."

(Zitiert aus: A. Jean Ayres: "Bausteine der kindlichen Entwicklung"; 1992, Springer.)