
Im Bereich der Kinderphysiotherapie handelt es sich neben der Behandlung erworbener Verletzungen oder Beeinträchtigungen auch oft um angeborene Störungen. Einen großen Bereich stellen auch die Prophylaxe bzw. die Prävention dar. Basis bildet eine umfassende Kenntnis über die adäquate kindliche Entwicklung, um mögliche Abweichungen sofort erkennen und daraufhin behandeln zu können.
Unter Prävention bzw. Prophylaxe fallen im Gesundheitswesen alle Maßnahmen, die dazu dienen, den Ausbruch einer Krankheit zu verhindern, eine Krankheit frühzeitig zu erkennen oder Folgeerkrankungen, Folgeschäden und Rückfällen einer Krankheit entgegen zu wirken.
Unser Ziel liegt darin, unsere kleinen Patienten bestmöglich in ihrer Entwicklung zu fördern und ihnen dadurch ein gesundes und fröhliches Leben zu vermitteln.
Rückenbeschwerden betreffen nicht nur erwachsene Menschen. Immer mehr Kinder leiden ebenfalls darunter. Ursachen hierfür sind oft eine falsche Haltung, falsches Heben, das Tragen einer schweren Schultasche, zunehmender Mangel an Bewegung oder auch angeborene Verkrümmungen der Wirbelsäule.
Bei der Rückenschule erfahren die Kinder was für die Wirbelsäule an Bewegungen gut ist.
Die Kinder lernen, beim Sitzen, Gehen, Stehen, Bücken, Tragen und Aufheben auf die richtige Körperhaltung zu achten. Zudem wird die Rückenmuskulatur gekräftigt und die Beweglichkeit in alle Bewegungsrichtungen gefördert.
Der kleine Fuß ganz groß! Den ganzen Tag laufen wir auf ihm herum, ohne ihn wirklich wahrzunehmen. Dabei leistet unser Fuß Großes und muss den täglichen Belastungen standhalten. Er trägt uns durch Leben. Leider schenken wir ihm oftmals viel zu wenig Beachtung bzw. erst dann, wenn die Füße uns Schwierigkeiten bereiten.
Die Fußgymnastik für Kinder dient der Kräftigung der Muskulatur und der besseren Wahrnehmung. Da unsere Füße den ganzen Tag in Schuhen verpackt sind, lernen die Kinder
barfuß die Welt kennen und entdecken sie ganz neu.
Die Psychomotorik ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Kinder und Jugendliche auf verschiedenen Ebenen anzusprechen und zu fördern vermag.
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und oder Schwierigkeiten in der Wahrnehmung etc. können Probleme in den Bereichen Sensorik, Motorik, Emotion, Kommunikation und Kognition aufweisen. Mit der Absicht den Kindern und Jugendlichen Ich-, Sozial- und Sachkompetenz zu vermitteln, steht sie im Einklang mit den Zielvorstellung der Heil- und Sonderpädagogik.
Die Psychomotorik arbeitet stark mit Bewegung und spielerischen Elementen. Ausführliche Informationen hierzu finden sie auch unter "Infos zu unserer Therapie > Psychomotorik".
Handling ist Teil der neurophysiologischen Entwicklungstherapie nach Bobath. Insofern soll dem Kind das Gefühl für möglichst physiologische Haltungs- und Bewegungsabläufe vermittelt werden, so dass diese Abläufe dem Kind (Patienten) vertraut werden und es diese für sich übernehmen kann. Ziel dabei ist das Ermöglichen von individuell bestmöglicher Selbstständigkeit im Handeln in Bezug auf die dafür erforderlichen Haltungen und Bewegungen. Handling ist bei Säuglingen, Kindern aller Altersstufen und auch bei Jugendlichen und Erwachsenen anwendbar und im Sinne des Bobath-Konzepts als Teil und Ergänzung der Behandlung erforderlich, wenn eine neurologisch gestörte Motorik oder Entwicklungsverzögerungen vorliegen.
Das Handling wird angewandt zur:
Ziel:
Darstellung des Ergebnisses einer Entwicklungsdiagnostik bei einem Kind, das in sämtlichen Bereichen Defizite aufweist.
Wäre es normal entwickelt, müsste die Entwicklungslinie (untere grüne Linie) über der Alterslinie von 35 Monaten (obere grüne Linie) liegen. (Abbildung
© Copyright by Dr. med.
Wolfram Rohland.)
Die "Münchener Funktionelle Entwicklungsdiagnostik" ist ein entwicklungs-diagnostisches Verfahren, welches sich zur Überprüfung von Fähigkeiten von Säuglingen und Kleinkindern eignet. Es werden insbesondere Behinderte, von Behinderung bedrohte Kinder oder so genannte Risikokinder hiermit untersucht. Mit Hilfe der Diagnostik der Funktionsbereiche Krabbeln, Sitzen, Laufen, Greifen, Handgeschicklichkeit, Perzeption, Sprechen, Sprachverständnis und Soziales ist eine Einschätzung des Entwicklungsstandes möglich. Außerdem werden die Reaktionen zur Bewahrung der Haltung und des Gleichgewichts überprüft wie die Stellreaktionen, Sprungbereitschaft und die Gleichgewichtsreaktionen.